Aufgrund zahlreicher Umwelteinflüsse wird die Haut im Laufe des Lebens stark beansprucht und zeigt schon früh Spuren. Die Abwehr gegen Bakterien lässt mit der Zeit nach und die Blutkapillaren dünnen aus, so dass die rosige Farbe verloren geht. Erste Alterszeichen machen sich bereits mit Mitte zwanzig bemerkbar und werden ab dem vierzigste Lebensjahr unübersehbar. Die Geschwindigkeit der Zellteilung nimmt unwiderruflich ab und die Haut wird dünner und verletzlicher. Während Kollagen in der Säuglingshaut etwa 20% ausmacht, beträgt der Anteil im hohen Alter nur noch 0,2-0,5%. Dadurch entstehen Falten. Der Effekt wird noch durch die Lichteinstrahlung verstärkt.
Auch die Zunahme von Freien Radikalen, die der Körper nicht durch Antioxidanzien (Molekülverbindungen, die sich als Radikalfänger betätigen) abwehren kann, zerstört Zellen oder verursacht deren vorzeitige Alterung. Die Freien Radikalen greifen das Kollagen, die Zellmembran und die Lipidschicht der Haut an. Schlaffe Haut und früh- zeitige Faltenbildung sind die Folge.
Kleine Risse, die man sich bei der alltäglichen Arbeit zuzieht, oft ohne es zu bemerken, beanspruchen die Haut. Sie ist fast ständig mit der Wundheilung be schäftigt.

Um all diesen Einflüssen gewachsen zu sein, sollte die Haut mit aufmerksamer Pflege unterstützt werden.
Die tägliche Dusche entfernt Hornhautschuppen und Schweißreste, aber sie trocknet die Haut auch aus. Der Effekt wird verstärkt, je heißer das Wasser ist und je länger es einwirkt. Dadurch verliert die Haut ihre Elastizität. Das Duschen sollte also möglichst kurz gehalten und ein Vollbad auf eine viertel Stunde beschränkt werden.
Das Herauslösen von Feuchthaltefaktoren durch Reinigungsmittel aus der Oberhaut verursacht zudem kleine Hautschäden. Pflegende Substanzen enthalten deshalb rückfettende Bestandteile. Zum Schutz der Haut sollten sie frei von Duft- und anderen Zusatzstoffen sein.
Auch gegen die tägliche Haarwäsche ist nichts einzuwenden, wenn ein mildes Shampoo verwendet wird.

Nach dem Reinigen sollte die Haut durch Körperöl oder Bodylotion zusätzliche Feuchtigkeit erhalten und geschützt werden. Zahlreiche natürliche Substanzen tragen dazu bei, z.B. aus Aloe Vera, Avocado, Calendula, Erdnuss, Jojoba, Mandel, Olive, Sanddorn und Sesam. Für die Wundpflege empfehlen sich Zinksalben.
Besonders vielen Angriffen durch Kälte, Schadstoffe und Sonnenstrahlen ist das Gesicht ausgesetzt. Es verdient deshalb besonders aufmerksame Pflege.
Eine gute Tagescreme muss die Haut mit Feuchtigkeit und Fett versorgen und sie auch darin unterstützen, diese Stoffe zu speichern, um sie vor Austrocknung und Schad- stoffen zu schützen. Ihr Lichtschutzfaktor sollte mindestens vier betragen, da die UV-Strahlung zu den aggressivsten Feinden der Haut gehört.
Die Aufgabe einer Nachtcreme ist, zur Erholung und Regeneration der Haut beizu- tragen. Sie sollte daher besonders viele Nährstoffe und Feuchtigkeit enthalten.

Zum Schutz der Haut sollten zudem intensive Sonnenbäder vermieden werden. Auch Heizungsluft entzieht der Haut Feuchtigkeit.
Eine ausgeglichene Lebensführung wirkt sich positiv auf das Hautbild aus. Stress da- gegen lässt die Haut fahl wirken, trägt zur Hautalterung bei und begünstigt allergische Hautreaktionen.
Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung, stärkt die Abwehr und macht eine gute Figur.
Ein natürlicher und dazu kostenloser Beitrag zur Hautpflege ist ausreichender Schlaf. Besonders bei frischer, feuchter Luft begünstigt er eine gesunde und schöne Haut.

Äußerliche Hautpflege hat jedoch wenig Aussicht auf Erfolg, wenn sie nicht durch die innere gefördert wird.
So schädlich Wasser von außen für die Haut ist, so förderlich ist es bei innerer An- wendung. Durch das Trinken wird der Hautstoffwechsel aktiviert. Die Haut wird besser durchblutet und mit mehr Sauerstoff versorgt. Dadurch werden die Schutz- und Ab- wehrfunktion der Haut unterstützt. Diese Vitalisierung der Haut wird in einem frischeren Aussehen sichtbar.
Zur Stärkung des Immunsystems, als Vorbeugung gegen Ausschläge und Pilzinfek- tionen und zur Förderund der Wundheilung ist eine ausreichende Zinkversorgung durch die Nahrung notwendig. Ein Mangel verursacht sichtbare Spuren an Haut und Haaren.
Insgesamt spielt die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien durch die Ernährung eine große Rolle für die Pflege von Haut und Haaren.

zurück nach oben
[Home] [Zink] [Haut & Haar] [Ernährung] [Sport] [Geist & Seele] [Krankheiten] [Impressum]
attraktiv fit gesund aktiv
Haut & Haar
>Home >Haut & Haar >Pflege
Pflege für gesunde Haut und Haare